Gelnägel

Als “Gelnägel” bzw. als eine Gelmodellage bezeichnet man den Überzug von Fingernägeln mit Gel, welches unter einer UV-Lampe ausgehärtet wird. Bei einer Gelmodellage gibt es verschiedene Varianten: die Naturnagelverstärkung, die Tip-Modellage oder die Schablonen-Modellage.

Eine Gelmodellage besteht im wesentlichen immer aus drei Schichten. Hinzu kommt noch das „French“, sprich die weiße oder farbige Spitze des Nagels. Ausserdem gibt es auch die Möglichkeit der Nailart, also der Verzierung der Nägel mithilfe von verschiedenen Techniken wie Malerei etwa oder Einlegern wie Pailetten, Muschelsplittern, Glitterpudern.

Gelnägel einfach selber machen

Zu gepflegten Händen gehören auch schöne Fingernägel. Wunderschöne, lange Nägel zu haben, ist der Traum von vielen Frauen. Nicht alle besitzen aber von Natur aus welche.

Daher entscheiden sich viele Frauen für künstliche Fingernägel wie z.B. Gelnägel. Aber musst du dazu immer in ein Nagelstudio gehen und jedes mal Geld bezahlen? Inzwischen kannst du diese auch einfach zu Hause selber machen! Alles, was du dazu wissen musst, erfährst du auf dieser Seite.

Wie kann man Gelnägel selber machen?

Wir Frauen achten bereits seit Jahrhunderten und Jahrtausenden auf unser Äußeres. Quellen belegen, dass sogar die alten Ägypter vor Tausenden von Jahren Wert auf die Pflege ihrer Nägel gelegt haben. So wurde zum Teil schon damals eine Art Nagellack verwendet, um für gepflegte und hübsche Nägel der Damen zu sorgen.

Heute verbinden viele Frauen Gelnägel mit ihrem Wunsch nach Schönheit. Doch wofür entscheidet man sich? Lässt man einen Profi an seine Nägel oder stellt man sich doch die Frage: Wie kann man Gelnägel selber machen?

Wie kann man Gelnägel selber machen?
Haben Sie sich dazu entschlossen die Modellage ihrer Nägel selbst zu übernehmen und keinen Profi ans Werk zu lassen, sollten Sie sich zunächst einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten verschaffen.

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten der Gelnägel-Modellage, für verschiedene Nageltypen, mit verschiedenen Inhaltsstoffen und verschiedenen Techniken.

Die Schablonenmodellage
Entscheidet man sich für diese Möglichkeit, so wird der eigene Nagel durch eine Schablone, die an den eigenen Naturnagel angepasst wird verlängert. Ein Vorteil dieser Methode ist, dass man die gewünschte Länge der Nägel selbst bestimmen kann.

Die Verwendung von „Tips“
Bei Tips handelt es sich um vorgefertigte Kunstnägel, die auf den eigenen Naturnagel aufgeklebt werden. Um die Fixierung zu vollenden wird anschließend ein Gel aufgetragen, das die Stabilität und das Halten der künstlichen Nägel gewährleistet.

Das benötigte Material
Wenn Sie sich dazu entschließen ihre Nägel selbst und ohne Hilfe eines Nagelstudios zu modellieren, benötigen sie natürlich das nötige Equipment. Sind Sie noch Anfänger, so bietet es sich für Sie am besten an, ein Starter-Set zur Modellage anzuschaffen. In diesen Sets sind meist ein UV-Lichthärtungsgerät, ein UV-Gel, ein Primer, ein Schleifblock (Buffer), Pinsel zum Auftragen des Gels, Feilen, Tips, Tipcutter, Nagelkleber, Schablonen, Wattepads und Desinfektionsmittel enthalten.

Sollten später einzelne Bestandteile des Sets aufgebraucht oder nicht weiter verwendbar sein, so ist es am praktischsten sein Equipment durch das Nachkaufen der fehlenden Materialien wieder aufzustocken.

Wie geht man vor?

Zunächst sollten die Nägel in die gewünschte Länge und Form gefeilt werden.
Anschließend wird die Oberfläche des Nagels mit einem Buffer bearbeitet, sodass die Oberfläche glatt ist und nicht mehr glänzt.
Dann wird das Haftgel dünn auf den Naturnagel aufgepinselt und daraufhin durch das Nutzen der UV-Lampe ausgehärtet.
Die hierbei entstehende Schwitzschicht wird nach dem Aushärten und nicht währenddessen beseitigt.
Nun wird das Modellagegel in einer etwas dickeren Schicht aufgetragen, wodurch eventuelle Unebenheiten des Nagels beseitigt werden.
Ist das Aushärten vollendet wird erneut die entstandene Schwitzschicht beseitigt.
Als nächstes werden die Nägel, inklusive der neu-entstandenen Gelmodellage, wieder erneut in die gewünschte Form gefeilt. Hierzu kann ebenfalls der Buffer verwendet werden.
Zum Schluss wird ein Versiegelungsgel aufgetragen, dessen Aushärtungszeit jedoch doppelt so lang ist, wie die zuvor, was für einen hübschen Glanz sorgt.
Abschließend wird erneut die entstandene Schwitzschicht entfernt.

Empfehlenswert ist es zur weiteren Pflege der Nägel ein Nagelöl zu verwenden, sodass sich der Nagel bestmöglich von den möglichen Strapazen der Gelmodellage erholen kann.

Was ist der Unterschied zwischen Gelnägel und Acrylnägel?

Zu den häufigsten Methoden der künstlichen Fingernägel gehören Gelnägel und Acrylnägel. Wenn Sie noch nie künstliche Nägel hatten, ist erst einmal die Frage zu klären, für welche Sie sich entscheiden. Aber was genau ist der Unterschied zwischen Acryl und Gel?

Den Unterschied zwischen Acrylnägeln und Gelnägeln erkennt ein geübtes Auge auf Anhieb: Gelnägel sehen etwas natürlicher aus, sind dafür aber nicht so stabil. Bei Gelnägeln wird eine aus drei Lagen bestehende Gelschicht aufgetragen, die unter der UV-Lampe gehärtet wird. Nach Belieben können diese dann mit Nagellack oder NailArt verschönert werden. Auf den ersten Blick sehen sie in der Regel wie Naturnägel aus, nur eben vielleicht etwas länger, aber vor allem gepflegter.

Acrylnägel sind etwas für Profis. Eine spezielle Masse wird kurz vor der Modellage angerührt. Diese muss sehr schnell aufgetragen werden, entsprechend muss sie zügig verarbeitet werden. Aufgrund der notwendigen Geschwindigkeit schnell zu mischen und zu verarbeiten, wird hier Erfahrung vorausgesetzt. Dafür kann sich das Endergebnis sehen lassen: Harte, strapazierfähige Nägel.

Aufgrund des natürlichen Aussehens und weil sie gesünder für die Naturnägel sind, entscheiden sich viele Frauen für Gelnägel. Bei Gelnägeln sind verschiedene Varianten der Modellage zu unterscheiden:

Naturnagelverstärkung
Tip-Modellage
Schablonenmodellage

Bei der Naturnagelverstärkung werden die Nägel nicht verlängert, sondern lediglich mit Gel überzogen. Kurze Nägel werden verstärkt. Bei der Tip-Modellage wird ein sogenannter Tip auf den Naturnagel geklebt. Auf diesen Tip wird dann das Gel aufgetragen. Bei der Schablonenmodellage wird das Gel auf einer Schablone vormodelliert. Nach dem Aushärten des Gels wird die Schablone wieder vom Finger gelöst. Die Schablonentechnik ist schonender für Ihre Naturnägel.

French Nails

Am beliebtesten sind Gelnägel in French Maniküre. Dies ist Klarlack mit weißen Spitzen. Vorteil ist, dass man es nicht so schnell sieht, wenn die Nägel herauswachsen.

Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, seine Nägel mit NailArt verzieren zu lassen. Dies ist eine ausgesprochen beliebte Methode, um seine Nägel weiter aufzuhübschen. Dazu werden kleine Malereien oder Glitzersteine, Pailetten oder Glitzerpuder auf die Nägel aufgetragen.

Damit die Gelnägel lange halten und vor allem lange schön aussehen, sollten Sie sie regelmäßig auffüllen. Darunter versteht man das Schließen der Lücke am Nagel, die durch das Wachsen entstanden ist. Denn nur so bleiben die Nägel schön und stabil. Dieser Vorgang heißt Refill. Wie häufig das Auffüllen erfolgen muss, hängt vom natürlichen Wachstum der Nägel ab. Sie sollten aber alle 3 bis 4 Wochen einrechnen.

Wenn Sie sich zum ersten Mal Gelnägel machen lassen, sollten Sie daran denken, dass Sie den Umgang mit diesen vielleicht noch erlernen müssen. Denn sie sehen definitiv toll aus, können aber auch gewöhnungsbedürftig sein und zu Beginn sogar leicht störend wirken.

Ob Sie z.B. das Kleingeld an der Supermarktkasse aufsammeln, einen Reißverschluss schließen oder auch auf der Tastatur des Smartphones auf einmal anders tippen müssen. Es kann auf einmal ewig dauern bis man all diese alltäglichen Dinge wieder neu erlernt.

Ob Sie sich für Gelnägel entscheiden bleibt natürlich Ihnen überlassen. Aber mit Gelnägeln haben Sie die Möglichkeit, Ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, mit unzähligen Möglichkeiten Ihre Fingernägel zu modellieren.